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Eine Kamera...

Bild #7 oder: Wie viele Leute mit einer Kamera viele Bilder machen

post-9944-0-86812100-1413557038Der 5. September 2014. Im Fuji X Forum taucht ein Beitrag auf, der von einem interessanten internationalen Projekt erzählt – „twelve – 12 photographers, 1 roll“. Ein Mittelformatfilm mit genau 12 Aufnahmen wird auf Reise geschickt, 12 Leute machen mit, jeder hat genau 1 Bild, um eine Geschichte zu erzählen. Weiterlesen

Bild #14 – hk_pix

Ja, sicher: Wenn meine Lieblingsverrückten im Fuji X Forum (und ich meine das im positivsten Sinne, der nur möglich ist) ein solches Fotoprojekt starten, möchte ich natürlich gerne dabei sein. Grundsätzlich kein spontaner Mensch, habe ich hier sofort zugesagt. Ob ich das noch bereuen sollte? Ich nehme es vorweg: Nein!

Wenn man es jedoch genau nimmt, wusste ich auch nicht so recht, worauf ich mich da einlasse, aber genau das war ja immerhin auch das Spannende daran. Meine größte Sorge war es, das ich mit der Kamera nicht umgehen könnte und ein Bild fabriziere, auf dem man wenig bis gar nichts erkennen kann. Da dies jedoch schon in der ersten Runde nahe der Perfektion durchgeführt wurde 😉 , war der Druck ein wenig weg.

Zu mir selbst gibt es – zumindest fotografisch 😉 – wenig zu sagen. Fotografiert habe ich immer schon gerne, zunächst mit irgendwelchen Plastikknipsen, danach ab 1997 mit meiner ersten analogen Spiegelreflex. Erst mit den Möglichkeiten, welche die Digitalfotografie mir bot, war es mir jedoch möglich, mich autodidaktisch in die Tiefen der Fotografie vorzuarbeiten, was seit dem Jahr 2009 im – derzeit noch aktuellen Zustand – der „leidenschaftlich sehr ausgeprägten“ Fotografie gipfelt. Und das überwiegend in den Bereichen „Menschen“ und „Landschaft“.hk_pix
Sofort als ich in den „Kreis der Auserwählten“ aufgenommen wurde, begann ich mit dem Überlegen, welches Motiv hier wohl in Frage kommt. Da ich in einer Stadt wohne, welches ein UNESCO-Weltkulturerbe beherbergt und das Kloster Maulbronn für mich immer und immer wieder ein extrem beeindruckender und inspirierender Ort ist, war mir sofort klar, dass das Foto dort entstehen sollte. Und trotzdem machte ich mir noch nie zuvor, so viele Gedanken über Details, Kleinigkeiten, Perspektiven und Lichtsituationen. Wenn man nur einen „Schuss“ hat, macht das ja auch ein klein wenig Sinn. Dass an dem Tag der Aufnahme dann vieles anders war als geplant und dass weder Licht noch die – auf Grund von Weihnachtsvorbereitungen eingeschränkte – Perspektive nicht mit den Plänen übereinstimmte, störte und stört mich nicht, denn insgesamt kommt mein Foto – zumindest für mich – recht nahe an das heran, was ich zeigen wollte: Einen tollen und besuchenswerten Ort mit unglaublich viel Atmosphäre und Geschichte…stilecht aufgenommen mit einem edlen, analogen Schmuckstück.

2014-12-15-VBI-TMAX400-12Fotografen-Film2-006_2

Hier ein paar meiner anderen Arbeiten: 500px.com/hk_pix

Bild #13 – ZettSeven

Mehrdad hatte im letzten Jahr (2014) im Fuji X Forum geschrieben, dass er das Projekt ins Leben rufen will und uns einlädt teil zu nehmen. Für mich war nach den ersten Zeilen klar, dass ich daran teil haben wollte und mit einer gute alte Kamera, ganz gezielt und auch ohne der Möglichkeit zu löschen und zu wiederholen, ein gewolltes Bild zu machen.

Über mich

Weltgereister Bayer. Alt und stur. Fotografisch – viel Potential nach oben. Aber es macht mir Freude, Bilder zu kreieren und mir auch an die Wand zu hängen – ist noch viel Platz hier im Haus. Schwerpunkt: Landschaft, Street und ab und an ein Portrait.Selbstportrait

Ich habe irgendwann in den frühen 70ern mit einer Ritsch-Ratsch-Klick von AGFA angefangen, später eine Mamiya und Minolta jeweils in 35mm besessen und genutzt. Damals als AZUBI/Soldat/Stuiosus konnte ich mir jeweils nur die einfacheren Dinge des Lebens leisten, so dass es eben nur ein Kit – mit damals 28-70 und eher lichtschwach gab. Erst später kam dann in 2006 die EOS 400D, dann die EOS 40D und später eine Nikon D7000. Ab der 40D habe ich auch schon mal Primes genutzt und gekauft.

Aktuell bin ich mit einer X-T1 und einer X-E1 unterwegs – wie konnte ich nur so lange nur eine DSLR nutzen….

Die Herausforderung

Nach der Anleitung, die uns „lichtgriff“ ins Netz gestellt hat, konnte im Grunde nichts mehr schief gehen. Wie sie, die Bessa, zu bedienen ist, ist damit klar.

Nun musste noch ein „würdiges“ Motiv her. Genau das, ist in der Zeit, in der ich die Bessa mit Tmax 400 s/w bekommen sollte, ein schwieriges gewesen. Wenn Ihr Euch erinnert, waren das Tage mit viel Regen und wenig Licht.

Dann muss noch das Foto gemacht werden, und der Sucher (was für ein Wort für das kleine Ding – es müsste eigentlich Kimme/Korn genannt werden) macht das Ding nicht einfacher in der Handhabung. Gut war, dass es noch den Entfernungsmesser gab, ohne den wäre mein Bild zwar genau so geworden (Blende & Brennweite – Schärfentiefe), aber mein Ersatzmotiv stellte andere Anforderungen an die Schärfe.

Als die Bessa da war, habe ich auch das HowToDo Video noch einmal angesehen um ja nichts falsch zu machen.

Es hatte aber letztlich gepasst, wie ich nach bangen Tagen erfahren konnte.

Das Motiv

alter Bahnhof Markt Wald

alter Bahnhof Markt Wald

Ich lebe hier in den Stauden – oder wie Auswärtige sagen, Augsburg Westliche Wälder.

Eine Region zwischen Lech und Günz mit vielen Höhenzügen, A96 und A8. Durch die relative Nähe zu München, der bayerischen „Zentralregion“, verkommt hier leider Vieles was den Menschen hier ein Mehr an Lebensqualität geben würde. Die Landesregierung und der Bezirk Schwaben konzentrieren sich lieber auf die Städte. Der falsche Weg, wie ich meine.

Daher habe ich mich für den stillgelegten Bahnhof von Markt Wald als Motiv entschieden. Hier ist die Infrastruktur noch vorhanden, man müsste nur Alles in Stand setzen und es gäbe eine Nahverkehrsanbindung einer Erholungsregion an Augsburg und den Rest der Welt.

Die Kombination einer analogen Kamera, der Rollfilm 6×9 schwarz-weis, und das „alte“ Bauwerk macht hier für mich den Reiz aus. Da das Alte so gerne vergessen wird, am liebsten mit viel Erdreich zugedeckt wird, darf das nicht in Vergessenheit geraten – nein! Es will ja weiterhin verwendet werden. Es wird so Vieles was nicht mehr neu und hipp ist, wie die Bessa auch, einfach links liegen gelassen. Einiges war eben doch besser, nicht Alles.

Wir sollten uns öfters mal auf solche „alten“ Dinge rückbesinnen.

Die Entstehung

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D´r Bessa – hier auf dem Stativ, fertig für den Schuss

Ja, nach dem das Motiv stand, war es ein Einfaches das Bild zu „machen“. Stativ und Bessa nach Markt Wald bringen. Belichtung messen, Kamera einstellen und auslösen.

Nur, dann kommen die Zweifel, passt das? Habe ich eine Wiederholung #7 geschaffen? Ist es dem Anlass würdig?

Nun galt es zu warten, bis das letzte Bild vom Film belichtet wurde und die Resultate vorlagen.

Nochmal so ein Projekt?

Natürlich, gerne wieder!
Aber jetzt sollen erst einmal Andere zum Bild kommen.

Was fotografiere ich sonst noch so? -> hier und hier

Bild #12 – watcher24

 

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Mein Bezug zur (analogen) Fotografie

Vor mehr als 25 Jahren in der Schule lernte ich die technischen Aspekte der Fotografie inkl. entwickeln (KB) kennen. Trotzdem wurde ich damals noch nicht vom Virus der Fotografie befallen. Das passierte erst, als ich vom Erscheinen der Fuji X100 gelesen und ich mir kurzerhand eine gekauft hatte. Seither versuche ich den semantischen Unterschied zwischen Knipsen und Fotografieren zu ergründen, und habe Spass dabei; bisher  ausschliesslich digital.
Trotzdem reizt mich auch der analoge Ansatz und ich verfolge mit Interesse, wie sich die Foren-Kollegen darüber austauschen und schaue mir gerne ihre Ergebnisse an.
Das Projekt „12 Fotografen“ (auch wenn es eigentlich 16 sind) mit der Bessa I hat mich aus diversen Gründen sehr gereizt. Ich war gleichzeitig auch noch Teil eines anderen „Kamera auf Reisen“ Projektes, bei dem eine analoge SLR benutzt wurde, und bei dem ich immerhin 9 Fotos machen durfte. Für mich war es u.a. interessant zwischen den 2 analogen Kameras zu vergleichen und es war eine Annäherung …
Während des „Shootings“ mit der Bessa habe ich mit der analogen SLR noch zwei „making-of-Bilder“ gemacht; ich werde sie sobald möglich nachreichen.

Ich und die Bessa

Die Bessa I ist ein feines Stück Technik, ich musste mich aber arg konzentrieren um ja keine Einstellung zu vergessen. Die grösste Herausforderung war der Sucher (wie schon andere hier festgestellt haben) und die Benutzung des Entfernungsmessers in einer sehr bodennahen Position. Die Auswahl des Ausschnitts war mehr ein Schätzen als ein Wissen; dementsprechend zeigt das fertige Foto auch nicht ganz den Ausschnitt, den ich zum Zeitpunkt der Aufnahme gerne gehabt hätte.
Die Einstellungen für Blende und Zeit und Aufziehen des Verschluss und Auslösung habe ich mit Genuss gemacht; das Öffnen der „Luke“ zum anzeigen der Bildnummer und Spulen des Filmes erfordert ziemlich starke Finger. Auch das sehr leise Verschlussgeräuch hat mich ein wenig irritiert; ich war mir nicht ganz sicher, ob’s das jetzt wirklich war.

Das Bild

Üblicherweise entdecke ich Motive auf Spaziergängen, oder sie finden mich. So erging es mir auch beim Motiv für mein Bessa-Bild, obwohl ich ursprünglich etwas ganz anderes geplant hatte. Beim Laden an der Ecke für Italienische Spezialitäten im Schaufenster entdeckte ich ein altes Spielzeug-Ferrari-Tret-Auto. Der „Bambini-Flitzer“ wurde in den 30er hergestellt und ist heute ein begehrtes Sammler-Stück. Ich wollte den alten Ferrari mit der alten Bessa ablichten. Ich habe die Karre einfach aufs Trottoir vor mein Stativ gesetzt, alles eingestellt und gewartet, bis noch eine alte Schachtel ins Bild hineingelaufen ist.
Mir wird nachgesagt wird, dass ich die Blende nur selten und höchstens minim schliesse, diesen Ruf wollte ich zementieren. Mittels Blendenrechner habe ich erruiert, was ungefähr einzustellen ist, um eine ähnliche Tiefenschärfe zu erhalten wie bei Blende 2 bei „Normalbrennweite“ am mir bekannten APS-C. Ha! und das hat sogar funktioniert! Spitzlichter („Kringel“) hat es nicht viele auf dem Bild, trotzdem lässt das Bild erahnen, dass die Bessa ein durchaus hübsches Bokeh zimmert.

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Meine Einschätzung des Resultats / Fazit

Den Schärfe-Punkt habe ich ganz knapp verfehlt, ist ein bisschen zu nah: der Kühler ist noch knapp scharf, das Emblem leider nicht mehr; aber wenn man das Bild ohne Lupe betrachtet, dann passt das gar nicht schlecht.
Die Komposition entspricht nicht dem, was ich üblicherweise versuche – auf dem Trottoir liegend mit dem kleinen Sucher war das Framing wirklich nicht ganz einfach – trotzdem gefällt mir im Nachhinein die mittige Positionierung des kleinen Boliden (ausnahmsweise) ganz gut; es wurde nicht beschnitten.
Das Bild entstand unter einem gewissen Zeitdruck. Könnte ich es nochmals machen, dann würde ich noch einen jungen Fahrer in den Ferrari und diesen weg vom Trottoir und auf die Strasse setzen, und das Ganze am liebsten irgendwo im tiefsten Süden Italiens.
Es hat aber auch so auf jeden Fall viel Spass gemacht!
(Vor kurzem habe ich einen sehr gut erhaltenen SLR-Body für 19CHF incl. Porto ersteigert, warte auf Batterien für 27€ und brauche noch eine Linse und Film :-))

Basel, Januar 2015, Christoph Meier

Weitere Fingerübungen von mir bei Flickr.

Bild # 11 – mbreu

Über mich

Auf die Welt kam ich mit einer schweren Erbkrankheit. In meiner Familie pflegt man über Generationen eine ausgeprägte Affinität zu Autos, mechanischen Uhren und der Fotografie.
Dieser Gendefekt wurde auch mir in die Wiege gelegt.7947926242_095a031466_o

Lassen wir die Autos und Uhren mal weg, das hat hier ja jetzt nichts verloren.

Mein fotografisches Leben begann wohl mit meiner Erstkommunion zu der ich eine AGFA Ritsch Ratsch Kamera mit 110er Film bekommen habe. Diese habe ich fleißig genutzt. Zu meinem 16. Geburtstag dann stand mir der Sinn nach etwas Besserem. Eine Nikon F501 bekam ich zu diesem Anlass, die hat mich 20 Jahre lang treu begleitet. Eine F301, für SW Film, kam noch dazu. Bis ich meine Frau kennenlernte waren diese beiden Gehäuse und ich viel in der nördlichen Hemisphäre dieses Planeten (Skandinavien, Canada und Alaska) unterwegs und haben tolle Dinge erlebt. Mit ca. 30 Jahren begann ich Kameras zu sammeln und so wurde aus der ambitionierten Knipserei eine Sammelwut geboren die ihresgleichen sucht.

Die komplette Nikon Modellpalette sammelte sich so im Laufe der Jahre an. Daneben ergänzen diverse Mittelformat und Großformat Kameras, nebst allem möglichen Zubehör, eine immer unübersichtlicher werdende Sammlung.
Trotzdem ich im Besitz zweier Digital Kameras bin fotografiere ich immer noch bevorzugt analog. Meine Motive suche ich oft bewusst aus und brauche meist lange um ein Bild aufzunehmen. Für mich ist die Fotografie der Gegenpol zu meinem hektischen Berufsleben in dem mich meine Kunden aus der Automobilindustrie permanent von einem Ort zum anderen jagen. Analog fotografieren ist da genau das richtige Mittel zur Entschleunigung.

Über das Motiv

Mitten in „badisch Sibirien“ steht eine Ariane Rakete. Aufgestellt wurde sie dort zur Erinnerung an Dr.-Ing. Walter Hohmann einen Wegbereiter der Raumfahrt Technologie. Hohmann war ein „Sohn der Stadt“ an deren Rand man dieses Unikum aufgebaut hat. Und deshalb steht dieser Fremdkörper eben dort, mitten in der Landschaft. Der Kontext dieser Installation erschließt sich wirklich nur dem der Anhält und genau hinschaut. Ich komme dort öfter vorbei und halte gelegentlich an. Das Motiv finde ich immer wieder spannend, vielleicht gerade weil es so deplatziert erscheint. Wo sonst sieht man eine Rakete direkt hinter dem Friedhof einer kleinen Stadt stehen?
So kam es also, dass ich mich dazu entschlossen habe meine Aufnahme für dieses Projekt dort zu machen.

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Über die Entstehung der Aufnahme

Hier gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, alles reichlich unspektakulär. Der Umgang mit analogem Gerät ist mir Vertraut und einen Belichtungsmesser kann ich ohne Einweisung bedienen. Da ich die Kamera ohne Film erhielt musste ich diesen erstmal einlegen, geht nach all den Jahren aber auch ohne Schweißausbrüche. Anschließend die Lichtverhältnisse messen und die Werte auf die Kamera übertragen. Das Gleiche passiert mit der Entfernung. Über den Sucher der Kamera den Ausschnitt gewählt und abgedrückt. –Fertig.

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Mein Fazit

Die Aktion hat wirklich Spaß gemacht nicht zuletzt deshalb dass ich dadurch auch den User persönlich kennenlernen durfte der die Kamera vor mir hatte. Das bringt dann doch eine persönliche Note in die Forenwelt in der sich viele hinter einem Nick verstecken. Die Kamera hat mir übrigens großen Spaß gemacht. Einige Wochen nach der Aufnahme habe ich mir genauso eine Besa, mit Entfernungsmesser, aus dem Internet heruntergeladen. Ein feines Gerät.

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Bild #10 – Elmar

Genau 1 Foto. Oh Mann.


Was lichte ich ab?
Was soll Teil dieses Projektes sein?
Was nimmt man vor die Linse?

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Seit meinem 6. Lebensjahr fotografiere ich mehr oder weniger regelmäßig. Zur Einschulung gab es eine Beirette in der Schultüte…

Und jetzt: Das erste Mal seit langem machte ich mir Gedanken um einen Bildbeitrag. Dabei habe ich schon so viele Bilder gemacht. In diesem Jahr erst eine Miniprojektionsausstellung zum Thema „Glück“ für ein Kirchenprojekt, ein Buch zu Architektur ist im Entstehen, oft gehen Bilder an Verlage. Das ist aber alles Teil meiner Arbeit.

Hier sollte es mal Teil meiner Selbst sein.

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Als Mehrdad das Projekt begann, überlegte ich noch etwas, ob es überhaupt sinnvoll sei
mitzumachen. Schließlich erlegt man sich selbst eine Lieferpflicht auf. Ein Bild soll entstehen und das auch noch in einem begrenzten Zeitraum. Der eigene Anspruch, etwas „Gutes“, etwas „Vorzeigbares“ zu produzieren, kommt dann auch noch hinzu. Schließlich meldete ich mich und durfte mitmachen. Weil wir gleich mehr als 12 Teilnehmer wurden, gab es die Entscheidung zwei Runden zu machen. 1 mal Farbe. 1 mal Schwarzweiß.
Erstmal war ja der andere Teil der Gruppe dran. Farbfilm. Ich hatte das zweite Bild in der zweiten Runde, Schwarzweißfilm. Und mir wollte partout nichts einfallen, was ich fotografieren konnte.
Als die Kamera dann ankam wurde es schwierig.

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Kaum Zeit tagsüber. Keine rechte Lust darauf, ein Objekt zu fotografieren. Erstmal kam die Kamera also in meine Tasche und ich trug sie mit herum, hin- und herschwankend ob ich nicht vielleicht etwas alltägliches aufnehmen solle.

Mein Lieblingsmotiv in der Fotografie ist das Licht selbst – Gegenlicht oder Lichtflecken in der Landschaft, Architektur oder wo auch immer. Und plötzlich wurde mir durch Museneinwirkung eine Idee klar: „Ich nehme Licht auf.“


Plan geschmiedet. Fahrplan prüfen. Raus radeln zum Bahndamm aufs Feld. Kamera aufbauen. Mittels Wasserwaage ausrichten. In etwa auf 7-9 Meter fokussieren. Drahtauslöser einschrauben.
Die Komposition war zum Teil Zufall. Durch das kleine Guckloch der Kamera war bei fast
vollständiger Dunkelheit nichts zu machen. Den Entfernungsmesser benötigte ich nicht, den
Belichtungsmesser auch nicht.
Dann kam der Zug.
Auslösen, Feststellen, Weglaufen, Warten.
Der Zug raste vorbei, ich hoffte nur, dass er die Kamera mit dem kleinen Stativ nicht umreißen würde. Nichts passiert. Verschluss wieder zu. Geschafft! Etwa 90 Sekunden Belichtungszeit und das mit einem 400er Schwarzweißfilm. Hmm. Sollte es gar nur ein weißer Fleck werden? Das Gegenteil von Bild #7? Ich war gespannt.

Allein wäre es zu gruselig gewesen – Danke! 😉
Und es vergingen Wochen bis die Kamera bei allen Teilnehmern war.
Dann der Download des Scans.
Dann die erste Sichtung.


Voilá! Genau 1 Foto.

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Elmar Egner M.A., Quedlinburg

mein flickr

 

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Bild #8 – Mehrdad

Als ich bei Twitter von dem Projekt „twelve – 12 photographers, 1 roll“ las, war ich sofort begeistert von dieser Idee. Ich empfand es als spannend, nur eine einzige Aufnahme zu haben, in der ich das Foto im Kasten haben muss. Keine mehrfaches Auslösen und dann aus dem Besten raussuchen.  Ich wollte da unbedingt mitmachen. Die genannte Gruppe hatte sich leider schon gefunden, also versuchte ich mein Glück mit einem ähnlichen Aufruf im deutschen Fujifilm x-Forum.

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Bikini 7

Bild #6 – Lepantho

Erst mal einen kleinen (großen) Dank an den Initiator dieses Projekts Mehrdad, den Leihgeber der Bessa Lichtgriff (Matz) und den Scanneroperator mbreu (Martin) für Euere Taten und Fleiß, dieses Geschichte auf die Beine zu stellen und anzuschieben. Dank natürlich auch an Andreas, der uns sein Forum und einen eigenen Blog als Spielwiese zur Verfügung stellt. Weiterlesen